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Winter: „High-Life“ für die Hausstaubmilbe - Bei Erkältungssymptomen auch an Allergien denken!

Linz, 09. Dezember 2020Aktuell dreht sich alles um Corona. Dabei können Erkältungssymptome auch durch Allergien ausgelöst werden. Denn gerade jetzt hat die Hausstaubmilben-Allergie Hochsaison. In der Heizperiode, wo Staub aus allen Ecken und Ritzen hochgewirbelt wird, sollte bei Niesen, Schnupfen, verstopfter Nase und Atemnot auch an eine mögliche Milbenallergie gedacht werden. Um das Fortschreiten der Entzündungsprozesse in den Atemwegen aufzuhalten, hat sich die allergen-spezifische Immuntherapie (Allergie-Impfung) bewährt, die es seit einiger Zeit auch in praktischer Tablettenform gibt. Damit können Lebensqualität und Gesundheit langfristig verbessert und der hohen Asthma-Gefahr Einhalt geboten werden. Experten betonen, dass es in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig ist, auf seine Lungengesundheit zu achten.

Winzig kleine, achtbeinige, blinde Spinnentiere sind es, die zurzeit vielen Menschen zu schaffen machen. „Es ist vor allem der Kot der für uns unsichtbaren Hausstaubmilben, der nach den Pollen auf Platz zwei der häufigsten Allergie-Auslöser steht“, erklärt Prim. Dr. Peter Ostertag, Leiter der HNO-Abteilung am KH Kufstein. „Die Hausstaubmilben-Allergie zeigt sich häufig durch schlechten Schlaf, unangenehmes Halskratzen und verstärkte Hustenanfälle.“ Die Symptome machen sich besonders nachts und morgens unmittelbar nach dem Aufwachen bemerkbar, da die Milbe Wärme, Dunkelheit und hohe Luftfeuchtigkeit liebt und in unseren Betten dieses für sie ideale Klima vorfindet.

Herbst & Winter ist Leidenszeit für Allergiker

Startet die Heizperiode, geht‘s für Allergiker aber erst so richtig los. Warum ist leicht erklärt: Die lichtscheuen Tiere vermehren sich am stärksten von Mai bis Oktober. In diesem Zeitraum legen die paarungsfreudigen Weibchen zwei bis drei Eier pro Tag – bis zum Herbst tummeln sich dann rund zwei Millionen Milben in unseren Matratzen. Wird die Luft trockener, stirbt ein Großteil der Tiere ab. Die abgestorbenen Milben und ihre Kotbällchen zerfallen und die freigesetzten Allergene werden durch die Heizungsluft aufgewirbelt. Die extrem leichten Eiweiß-Partikel schweben stundenlang in der Atemluft, werden eingeatmet und gelangen auf die Schleimhäute der Augen und Nase und auf die Haut.

Virus-Infektion oder Allergie?

Erkältungssymptome lassen aktuell aus Angst vor einer Corona-Infektion aufhorchen. „Die erhöhte Sensibilität bietet uns aber auch die Chance, dass bislang tolerierte Allergie-Symptome endlich beachtet und allergische Erkrankungen erkannt werden“, betont Ostertag. Denn schon seit Jahren warnen Experten davor, dass Beschwerden einer allergisch bedingten Entzündung der Atemwege zu oft einfach abgetan werden. „Häufig leiden Hausstaubmilben-Allergiker auch nur unter einer verstopften Nase. Damit ist die Erkrankung meist wenig auffällig und schwer einer Allergie zuordenbar.“ So kommt es, dass etwa jeder zweite Hausstaubmilben-Allergiker nichts von seiner Allergie weiß.[1] Die Atemprobleme werden zur Normalität.

Achtung Asthma

„Dauert ein Schnupfen mehrere Wochen an, dann bitte zum Arzt!“, rät der HNO-Mediziner dringend. Denn besonders bei der Hausstaubmilben-Allergie gibt es kaum ein Entkommen. Das ganze Jahr über sind Betroffene den symptomauslösenden Stoffen ausgeliefert und aufgrund der Corona-Maßnahmen verbringen die Menschen nun deutlich mehr Zeit in den eigenen vier Wänden. „Verglichen mit anderen Atemwegsallergien haben Hausstaubmilben-Allergiker ohnehin schon ein besonders hohes Asthmarisiko – etwa jeder vierte Hausstaubmilben-Allergiker ist auch asthmakrank“, warnt Ostertag. Das kann verhindert werden – durch frühzeitige Diagnose und Behandlung.

Durch einen allergologisch versierten Facharzt beziehungsweise im Allergie-Ambulatorium oder an der Allergie-Ambulanz in den Krankenhäusern kann die Fehlsteuerung des Immunsystems mittels Haut- oder Bluttest einfach festgestellt werden. Der große Gewinn für Betroffene: Ist die Erkrankung diagnostiziert, kann durch eine zielgerichtete Therapie die Lebensqualität zum Beispiel durch eingebremste Symptome, besseren Schlaf und weniger Müdigkeit wieder deutlich gesteigert werden.

Rasche und wirksame Therapie wichtig

Prinzipiell gilt es, den kleinen Spinnentierchen das Leben so ungemütlich wie möglich zu machen und den Kontakt mit Hausstaub auf ein Minimum zu reduzieren. Zusätzlich helfen symptomlindernde Medikamente, die Beschwerden an Nase und Augen zu lindern. Eine weitere tragende Rolle spielt die allergen-spezifische Immuntherapie (auch unter Allergie-Impfung und Hyposensibilisierung bekannt), die an der Ursache der Erkrankung ansetzt. „Durch die Verabreichung von standardisierten Allergen-Extrakten wird das Immunsystem wieder Schritt für Schritt an die Allergie-Auslöser gewöhnt“, erklärt Ostertag.

Die allergen-spezifische Immuntherapie gibt es seit mehr als 100 Jahren und wurde laufend weiterentwickelt. Inzwischen ist diese Therapie seit Jahrzehnten etabliert und nach wie vor die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit. Die neueste Errungenschaft für Milbenallergiker ist diese Behandlungsoption in Tablettenform. Nachdem die erste Einnahme unter ärztlicher Aufsicht beim Facharzt für Haut-, Lungen- oder HNO-Krankheiten erfolgt ist, kann die schnell-lösliche und gut verträgliche Schmelztablette bequem selbst über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren einmal täglich unter die Zunge gelegt werden. Damit wird Zeit gespart und deutlich weniger Arztbesuche sind nötig – was gerade in Corona-Zeiten praktisch ist. Typische Symptome an Augen und Nase nehmen tagsüber und nachts deutlich ab, der Bedarf an zusätzlichen Medikamenten sinkt und die Schlafqualität steigt. [2] Mit dieser Therapieform können auch Erwachsene mit bereits bestehendem und nicht gut kontrolliertem allergischem Asthma, das durch Milben verursacht wird, wirksam die Ursache ihrer Beschwerden behandeln. [3] Ein Therapiestart ist auch in der aktuellen Pandemiezeit möglich, sofern keine akute Infektion der Atemwege besteht. [4]

Service- und Info-Tipp

  • www.allergenvermeidung.org IGAV – Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung: Informationen & Expertenempfehlungen zu COVID-19 und Allergien bzw. allergischem Asthma, Tipps zur Allergenvermeidung, Ratgeber, Anlaufstellen u.v.m.

ALK – Allergy solutions for life

ALK ist ein weltweit tätiges Allergie-Unternehmen mit einem großen Angebot an Behandlungen, Produkten und Services für die besonderen Bedürfnisse von Allergikern, ihren Familien und Ärzten. ALK beschäftigt weltweit rund 2.400 Mitarbeiter, hat seinen Hauptsitz im dänischen Hørsholm und ist an der NASDAQ Kopenhagen notiert. Weitere Informationen über ALK und Allergien finden Sie auf www.alk.net/at.

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:

Mag. Klaudia Wondraschek-Unger
Manager Marketing & Office Management
ALK-Abelló Allergie-Service GmbH
T: 0732 385372 - 627
E: klaudia.wondraschek-unger@alk.net

Elisabeth Leeb
[ PR-Beratung › Medienarbeit › Text ]
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at

Referenzen

[1] Brozek J. et al. Allergic Rhinitis and ist Impact on Asthma (ARIA guidelines: 2010 Revision). J Allergy Clin Immunol 2010;126:466-76
[2] Demoly P et al. J Allergy Clin Immunol 2016;137:444-51
[3] Virchov C et al., JAMA 2016;315(16):1715-1725
[4] Klimek L. et al. Allergen-Immuntherapie in der aktuellen Covid-19-Pandemie. Positionspapier 2020. Allergo J. 2020; 29(3): 17–25

Bildermaterial

Hausstaubmilbe: © Shutterstock/peterschreiber.media, Abdruck honorarfrei
Frau mit Tablette: © ALK by Kurt-Hoerbst, Abdruck honorarfrei

Bilder

Hausstaubmilbe_© peterschreiber.media_Shutterstock
Frau mit AIT-Tablette_© ALK_by_Kurt-Hoerbst
Letzte Aktualisierung: 2020.12.30