Linz, 11. September 2026 – Das neue Schuljahr hat begonnen, Hausaufgaben und Lernstoff bestimmen wieder den Alltag. Sind Kinder und Jugendliche im Unterricht auffällig oft müde, unkonzentriert und gereizt, muss nicht eine fehlende Motivation dahinterstecken. Auch eine Allergie kann das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Besonders im Spätsommer machen Ragweedpollen und Schimmelpilzsporen zu schaffen. Mit Beginn der Heizperiode sind vermehrt Hausstaubmilben für allergische Beschwerden verantwortlich. Erste mögliche Anzeichen einer Allergie sollten unbedingt ernst genommen und fachkundig abgeklärt werden. Denn bleibt die allergische Erkrankung unbehandelt, kann das nicht nur den Schulalltag, sondern langfristig auch die Gesundheit belasten.
Allergien zählen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.1 Typische Beschwerden wie Niesreiz, eine verstopfte oder rinnende Nase und juckende Augen sind bekannt. Weniger offensichtlich sind hingegen die Folgen, die sich daraus ergeben können: Schlafstörungen, dauerhafte Müdigkeit und Konzentrationsprobleme im Unterricht können den Kindern das Leben und Lernen erschweren.2 „Wenn ein Kind im Unterricht auffällig müde, unkonzentriert oder reizbar ist, steckt nicht selten eine Allergie dahinter – zum Beispiel gegen Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Pollen. Eltern und Lehrkräfte denken dabei häufig zunächst an klassische Heuschnupfensymptome, doch die Auswirkungen einer Allergie können erheblich weiter reichen“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Susanne Diesner-Treiber, PhD, Kinderärztin, Allergologin und ärztliche Leiterin in der Kinder-PVE Donauinsel in Wien.
Frühzeitiges Erkennen schützt vor Langzeitfolgen
Wenn Allergien unerkannt und unbehandelt bleiben, können sie sich verschlimmern. Bei allergischen Erkrankungen der Atemwege steigt die Gefahr einer Ausweitung der Symptomatik von der Nase in Richtung Lunge, wodurch sich das Risiko für die Entstehung von Asthma bronchiale erhöht. Zudem können weitere Allergien hinzukommen. Dass Allergien auch die schulischen Leistungen beeinflussen können, zeigte unter anderem eine Untersuchung in England: Heuschnupfen geplagte Schüler, die während der Pollensaison Prüfungen ablegten, erzielten signifikant schlechtere Schulnoten als ihre gesunden Mitschüler.3
„Allergien sollte man nicht einfach hinnehmen, sondern möglichst früh etwas dagegen tun. Wenn Beschwerden immer wieder auftreten, sind eine ärztliche Abklärung und eine entsprechende Behandlung dringend anzuraten“, so Diesner-Treiber. Die Kinderärztin weiß: „Das Immunsystem von Kindern ist der Entwicklungsphase. Eine frühzeitige Behandlung kann somit enorm viel bewirken und sich positiv auf die Lebensqualität auswirken.“
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